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Die Faszination fränkischer Kirschen

Leuchtender Blütenzauber und das Aroma ausgereifter Früchte

Kirschgärten wie aus dem Bilderbuch: stattliche Bäume mit dunklen, leicht glänzenden Stämmen, ausladende Kronen und in der Sonne leuchtenden dunkelroten Früchten. Die Fränkische Schweiz ist mit mehr als 200.000 Bäumen verteilt auf 25 Quadratkilometern das größte zusammenhängende Süßkirschenanbaugebiet Deutschlands.

Die meisten der knapp 2.000 Kirschbauern bewirtschaften ihre Höfe im Nebenerwerb. Zur Erntezeit ist daher die ganze Familie im Einsatz. Wochenlang heißt es dann von früh bis spät Kirschen pflücken.

28 mm groß ist die Kirsche, wie der Handel sie am liebsten hat. Diese Größe schafft man nur mit Buschbäumen. Aromatischer und süßer sind jedoch die alten, kleinen Sorten der Streuobstwiesen, sie haben die Zuckeranteile, die man auch fürs Brennen braucht.

Sechs Erlebnisse rund um die Kirschen

Traditionelle Ernte

Hier bei uns gibt es sie noch, die traditionellen Kirschbauern, die die Hochstämme pflegen. Doch da die Kirschen aus Streuobstbeständen meist kleiner sind, gelangen sie nicht in den Handel, sonder sind nur direkt beim Bauern erhältlich. Kaufen kann man diese Kirschen vor allem an den Hauptstraßen zwischen Kirchehrenbach und Pretzfeld sowie an der B470. Achten Sie auf die Hinweisschilder und ziehen Sie den Hut vor den Landwirten, die auch heute noch auf endlos langen Leitern die süßen Früchte ernten!

Wussten Sie schon? Sechs Fakten über die fränkischen Kirschen

  • Mit mehr als 200.000 Kirschbäumen ist die Fränkische Schweiz eines der größten Süßkirschenanbaugebiete Europas.
  • Bereits seit dem Anfang des 17. Jahrhunderts gilt Pretzfeld als das Zentrum des regionalen Kirschenanbaus.
  • Alle zwei Jahre wird eine Kirschenkönigin gewählt. Sie ist die Botschafterin der fränkischen Kirschen und kennt sich bestens mit dem Obstbau aus.
  • Die Kirsche gilt unter Obstbauern als Sensibelchen, sie reagiert empfindlich auf Regen, Temperatur oder Druck. Weil sie so leicht verderblich ist, isst man sie am besten frisch.
  • Die Kirschensaison beginnt traditionell mit Johanni, wenn es heißt "Spargel tot, Kirschen rot".
  • Bis vor 10 Jahren ernteten die fränkischen Obstbauern bis zu 8.000 Tonnen Süßkirschen, das entsprach einem Fünftel der gesamten deutschen Ernte. Heute bringen selbst gute Jahre nur noch knapp die Hälfte ein, denn der Klimawandel macht auch vor der Fränkischen Schweiz nicht halt.